Monat der Prüfungswochenenden

Zwei neue Flächenteams und diverse weitere Prüfungen

 

Letztes Wochenende richtete die BRH Rettungshundestaffel Hannover, Harz und Heide e.V. ihre diesjährige Flächenprüfung aus. Dankenswerterweise stellte sie unserer Staffel freie Prüfungsplätze zur Verfügung. So bot sich auch unseren Mitgliedern die Möglichkeit, anstehende Prüfungen zu absolvieren. Die Organisation war vorbildlich an Coronazeiten angepasst. Von Waschmöglichkeiten und Desinfektionsstellen bis zu fertig abgepackten Lunch-Tüten, an alles war gedacht. Sowohl die Prüfungsleitung als auch Leistungsrichter Gabriel Fiebinger achteten beim gesamten Ablauf der Prüfungen auf höchstmögliche Sicherheit und Wahrung des erforderlichen Abstands.

Fine hat ihre Begleithundprüfung

Mit Fine hat Michael Bursch am Samstag beim SV OG Köln-Nippes die Begleithundprüfung bestanden. Eine tolle Leistung angesichts der hochsommerlichen Temperaturen, die Mensch und Hund alles abverlangten. Zum Erfolg beigetragen haben der faire Richter von IRO, dem weltweiten Dachverband für die Rettungshundearbeit, und die gute Prüfungsleitung.

 

Wir wünschen Michael alles Gute für die weitere Ausbildung von Fine, der zusammen mit Emma bereits seit 2014 ein erfolgreiches Rettungshundeteam bildet.

 

Heißes Prüfungswochenende mit Bravour absolviert

 

3 neue Flächenteams und 2 neue Trümmerteams

 

Corona-bedingt musste unser Mitte März geplantes Prüfungswochenende leider am Vortag abgesagt werden. Während die Einsätze unter Beachtung des Hygienekonzeptes ohne Unterbrechung weiterliefen, konnte der Übungsbetrieb erst zwei Monate später mit nach wie vor geltenden Einschränkungen wiederaufgenommen werden. Inzwischen sind auch Prüfungen wieder möglich. Für die Nachholung unserer Prüfungen stellte uns die BRH-Rettungshundestaffel Wesel und Umgebung e.V. am Wochenende dankenswerterweise ihr Trümmergelände zur Verfügung; die Flächenprüfungen konnten in einem Waldstück in Voerde durchgeführt werden. Wie auch die Einsätze und der Übungsbetrieb fanden die Prüfungen unter Beachtung eines eigens aufgestellten Hygienekonzeptes statt.

Unsere Staffel hat ein neues Mitglied

Wir begrüßen ganz herzlich Charon in unserer Staffel, einen 16 Wochen alten Schäferhunderüden. Seit Donnerstag bereichert Charon das Familienleben von Silke und ihrer Familie. Er hat sich bereits gut eingelebt. Weder hat er die Katzen gefressen noch sein Geschäft auf dem Teppich erledigt und auch die erste Nacht ohne Mama hat er gut überstanden. An Stüpp gekuschelt schlief er bis 4.00 Uhr durch. Mit Nkumba, der schon seit vielen Jahren als Rettungshund im Einsatz ist, und Stüpp, der noch in Ausbildung ist und dessen Prüfung bald ansteht, hat er zwei große Vorbilder an seiner Seite. Schon bald kann er die beiden Großen zum Rettungshundetraining begleiten. Von klein auf wird er alles lernen, was einen guten Rettungshund ausmacht: Unterordnung, Gerätetraining und natürlich alles rund um die eigentliche Flächensuche. Auch zu Hause wird fleißig geübt, damit er mit allem was auf ihn zukommt ruhig und gelassen umgehen kann. Er übt Fahrstuhlfahren, Bahnfahren, den Umgang mit Hühnern und Kühen, Autos und LKWs und vieles mehr. Auf das erste gemeinsame Training mit Charon freuen wir uns schon sehr.

 

Einsätze in dieser besonderen Zeit

 

 

 

Auch in Zeiten von Corona werden Menschen vermisst.

 

Von Mitte März bis Mitte Juni wurde unsere Staffel mehr als ein Dutzend Mal zu Einsätzen vor allem im Bonner Raum aber auch in angrenzenden Gebieten alarmiert und eingesetzt.

 

Egal ob ein an Demenz leidender Senior, ein verunfallter Verkehrsteilnehmer, der von der Unfallstelle weglief, oder ein aufgrund einer Erkrankung hilfloser junger Mensch, das Aufgabenfeld erstreckte sich über die gesamte Bandbreite der durch Rettungshunde zu suchenden Personen.

 

Hinter jedem Einsatz steckt ein Schicksal, hinter jedem Vermisstenfall stehen neben der sich in vermutlicher Notlage befindlichen Person auch bangende Angehörige, Freunde und Verantwortliche, die sich große Sorgen um die jeweilige vermisste Person machen.

 

Unter den im Zeichen von Corona stehenden Besonderheiten wie separate Anfahrt, Mund-Nasen-Schutz, einzeln verpackte Funkgeräte und Tracker sowie besondere Verhaltensweisen am Einsatzort rückte die Einsatzgruppe zu jeder Tages- und Nachtzeit aus, um die Polizei oder auch benachbarte Rettungshundestaffeln bei der Suche nach der jeweils vermissten Person zu unterstützen.

 

Zum Glück konnte die überwiegende Mehrheit an vermissten Personen innerhalb kurzer Zeit wieder aufgefunden werden, einzelne Schicksale sind jedoch weiter ungeklärt.

 

Über jede gefundene Person freuen wir uns mit der betroffenen Person und den Angehörigen, für die weiterhin ungeklärten Fälle hoffen wir auf einen glücklichen Ausgang und sind in Gedanken bei den Angehörigen.